Projekte

Freizeit und Kultur

Archäo-Park am Ipf

Projektträger: Stadt Bopfingen

Der Zeugenberg Ipf bei Bopfingen zählt zu den herausragenden archäologischen Denkmälern Baden-Württembergs und insbesondere der Jagstregion. Bereits heute kommen jährlich circa 30.000 Besucher zum Ipf.

Seit dem Jahr 2000 werden immer wieder wissenschaftliche Grabungen auf dem Ipf und in dessen Umgebung durchgeführt. So wurden zwischen 2000 und 2006 auf dem Bugfeld bei Kirchheim am Ries rechteckige Hofstrukturen aus dem 5. Jahrhundert vor Christus ausgegraben. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten „Rechteckhof", der typisch für die süddeutschen Herrenhöfe der Kelten ist.

Nach der Grabung mussten 2006 die Ackerflächen wieder verfüllt werden, so dass von der Anlage im Gelände heute nichts mehr zu sehen ist. Jedoch hat sich die Stadt Bopfingen das Ziel gesetzt, den Rechteckhof Bugfeld anhand der wissenschaftlichen Daten zu rekonstruieren. So entsteht als Freilichtanlage der Archäo-Park Ipf.

Am Ende soll die Anlage dem Rechteckhof Bugfeld entsprechen. Durch LEADER-Förderungen aus den vergangenen Förderperioden sind bereits mehrere Gebäude am Ipf entstanden: So wurde ein Info-Pavillion, eine Pfostenschlitzmauer und ein Herrenhaus gebaut.

Mit dem vorliegenden Projekt sollen die bereits vorhandenen Gebäude zu einem kompletten Rechteckhof ergänzt werden.
Mit Hilfe der LEADER-Förderung werden ein Gruben- und Vorratshaus sowie ein kleines Gesindehaus nach historischem Vorbild am Ipf errichtet. Der Rechteckhof wird eingezäunt, teilweise durch eine Holzkonstruktion, teilweise durch eine bunte Hecke. Die Bepflanzung mit der Hecke bietet insbesondere heimischen Vogelarten Nist- und Brutplätze.

Weiter sollen neue Informationstafeln aufgestellt werden, die über die Geschichte des Ortes und die umliegende Landschaft informieren.

Bei der Maßnahme wird besonderer Wert auf die Bürgerbeteiligung gelegt: Vereine und Ehrenamtliche sollen an der Anlage mit bauen. Geplant sind auch internationale Workcamps mit europäischen und einheimischen Jugendlichen. Auch beim Betrieb der Anlage sollen sich die Bürger beteiligen, mit Veranstaltungen und Führungen am Ipf. Ziel ist es, damit das Bewusstsein für die regionale Kultur zu stärken und das Prinzip der Gemeinschaft zu fördern.

Der Archäo-Park macht die keltische Vergangenheit des Ortes für Einheimische und Touristen erlebbar und weckt Bewusstsein für die Region. Das bereits bestehende touristische Konzept am Ipf wird abgerundet und damit die Chancen für regionale Wertschöpfung gesteigert.


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